2014 Kevelaer-Norderney

Kevelaer - Norderney

Im Fußball-Weltmeisterschaftsjahr
5. - 20. Juli 2014

Tour 2018

Text: Marei Schmidtmann

Mit 38 Kindern und 8 Betreuern starteten wir unsere diesjährige Tour nach Langeoog. Dieses Jahr sollte die Tour etwas anders gestaltet werden: weniger Kilometer, dafür mehr Waldwege und frühere Ankunftszeiten am Quartier. Doch das warme Wetter und die Waldwege, die sich oftmals als Reitwege entpuppten zogen uns einen Strich durch die Rechnung.

Der erste Platte ließ nicht lange auf sich warten. So legten wir gezwungener Maßen direkt in Wetten eine zweistündige Pause ein. Nach 54 Kilometern, einem Besuch im Freibad und einer Fährfahrt über den Rhein haben wir unser erstes Quartier in Ork erreicht. Die Mehrheit der Kinder hatte sich dazu entschlossen die erste Nacht unter freiem Himmel zu genießen und nur einige wenige bauten sich die Zelte auf. Anschließend haben wir gemeinsam gegrillt und die Nachtruhe eingeläutet. Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Sinsen. Nach einer Abkühlung im Wesel-Datteln-Kanal, verfolgten wir das WM Final über das Radio.

An Tag 3 fuhren wir bis nach Herbern. Wie auch an den letzten zwei Tagen durfte eine Abkühlung nicht fehlen und wir statteten einem Waldfreibad einen Besuch ab. Nach einer Nacht unter freiem Himmel und dem selbstständigen Bulli packen der Kinder machten wir uns auf den Weg nach Münster. Ein Zwischenstopp im Freibad durfte auch an diesem Tag nicht fehlen. Einen weiteren Stopp legten wir bei Efrin Grill ein und ließen uns heute einmal bekochen.

Am nächsten morgen fuhren wir in die Münsteraner Innenstadt und verbrachten dort einen entspannten Vormittag. Die einen gingen shoppen, andere waren Eis essen und einige chillten auch nur und genossen die Sonnenstrahlen. Nachmittags ging es dann weiter Richtung Horstmar. Nach einigen Stürzen musste das Bulli-Team zwei Fahrräder der Gruppe austauschen. Von Horstmar ging es dann weiter Richtung Schale. Thomas gab bei dieser Tour das erste Mal seine Position an der Spitze ab, sodass Lukas uns nach Schale führte. Ein paar Tage zuvor hatte Christoph auch schonmal die Gruppe angeleitet.

Am 7. Tag machten wir uns von Schale auf den Weg nach Bevern. Die Kinder wollten lieber ein Eis essen als ins Freibad um früh am Quartier anzukommen. In Bevern erwartete uns dann ein moderner Sportplatz mit Soccerfeld, Spielplatz, einer großen Rasenfläche zum spielen und vor einem Jahr renovierte sanitäre Anlagen.

Beim SV Bevern verbrachten wir dann nach insgesamt 330 Kilometern unseren Ruhetag. Die Kinder kletterten, spielten, chillten und schliefen. Am Ende des Tages wurden wir alle nochmal in Schock versetzt nachdem ein Kind mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste und uns aufgrund eines gebrochenen Armes nicht länger begleiten konnte (Daumen hoch für den tapferen Konrad). Über den Ruhetag konnten alle wieder neue Kräfte sammeln, sodass wir uns an Tag 9 auf den Weg nach Harkebrügge machten. Von Harkebrügge waren es noch ungefähr 80 Kilometer bis nach Bensersiel. Die nächste Nacht verbrachten wir beim TG Wiesmoor.

Von Wiesmoor ging es dann weiter nach Esens. Heute war der Wunsch der Kinder einen Zwischenstopp beim Supermarkt einzulegen, da Süßigkeiten auf der Insel zu teuer sind. Die Pfarrgemeinde von Esens stellte uns ein Quartier für unsere letzte Nacht zur Verfügung, bevor wir die letzten 5 Kilometer bis nach Bensersiel bestritten. Am Quartier angekommen, hatte der Pfarrer bereits einen Pool für uns aufgebaut, den er mit Hilfe der Feuerwehr befüllt hatte. Am Mittwoch hatten wir gegen 2:00 Uhr endlich unser Ziel erreicht. Langeoog!

In den 5 Tagen auf Langeoog wurde den Kindern nie langweilig. Ausflüge zum Strand, Drachen steigen, shoppen in der Stadt, eine Fahrradtour über die Insel und spielen, spielen, spielen. Für viele Kinder ein Highlight war das betrachten des Blutmondes und die anschließende Nacht am Strand. Am letzen Abend auf der Insel ließen wir unsere Erlebnisse im Superblitz Revue passieren. Gemeinsam beschlossen wir, dass wir nächste Jahr auf eine Hallig fahren wollen. Wir beendeten den Abend mit einem Ausflug zur Aussichtsdüne.

Der letzte Tag stellte uns nochmals vor eine Herausforderung. Um 5:30 Uhr aufstehen, packen, die nassen Zelte abbauen, frühstücken und 5 Kilometer mit dem Fahrrad zum Anleger. Um 9:30Uhr saßen wir dann endlich auf der Fähre. Nachdem der Bulli gepackt war, schwangen wir uns ein letztes Mal auf die Räder um die letzten 30 Kilometer zu bewältigen. Früher als erwartet trafen wir in Norden ein, sodass nach dem Einladen Fahrräder noch ein Besuch bei BurgerKing möglich war, bei dem dann doch das ein oder andere Eis aus Zeitgründen leider nicht serviert werden konnte. Nach der 6 stündigen Zugfahrt begrüßten uns zahlreiche Eltern, Geschwister und Freunde zurück in Kevelaer. Zum Abschied wurde mit dem einen Auge auch die ein oder andere Träne verdrückt aber auf dem anderen Auge könnte man die Vorfreude für die nächste Tour sehen.