2016 Kevelaer-Helgoland

Kevelaer - Helgoland

09.-24. Juli 2016

Sommer 2016

Die Sommertour 2016 führte uns über 615 km von Kevelaer, entlang der Römerroute, dem Weser-Radweg an die Nordseeküste und dann nach Helgoland. Ein großes Abenteuer für 36 Kinder, die von 8 Betreuern begleitet wurden.

Text von Friederike Klein

Tag 1: von Kevelaer nach Drevenack

Gestartet sind wir, wie es die Tradition vorschreibt, in Kevelaer. Nach gemeinsamen Bulli packen und verabschieden der Eltern, schwangen wir uns auf die Fahrräder und radelten Richtung Drevenack, unsere erste Station. Die ersten 52 km vergingen wie im Flug. Erste Bekanntschaften wurde geschlossen, denn viele der Kinder kannten sich noch nicht.
Nach einer schnellen Blitzrunde am ersten Ziel, wurden die Betten aufgebaut und der Grill angeschmissen. Geschlafen haben wir die erste Nacht in einer Turnhalle.

Tag 2: von Drevenack nach Flaesheim

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es weiter in Richtung Flaesheim. Es war heiß. Eine Abkühlung im Weser-Datteln-Kanal sorgte für die nötige Frische. Unser Tagesziel war 56 km und gegen 20:30 Uhr erreichten wir unseren  Campingplatz. Die erste Nacht im Zelt. Nach einer schönen Dusche und gutem Essen ging es dann schon Richtung Isomatte.

Tag 3: von Flaesheim nach Werne

Das Ziel Werne wurde angepeilt. Wir rechneten etwa 46 km für unsere Tagesetappe aus und erreichten unser Ziel früher als an den Tagen zuvor. So hatten wir genug Zeit zum spielen und für ein gemütliches Abendessen. Es gab Pfannkuchen.

Tag 4: von Werne nach Lippstadt

Gemeinsam ging es Richtung Lippstadt. Nach Navigationsschwierigkeiten kam es zur ersten diesjährigen Buschtour. Nach langer Fahrt durch Büsche und Sträucher stand wir dann irgendwann vor einer Mauer in der Sackgasse. Die Frustration in der Gruppe steigerte sich, während vorne daran gearbeitet wurde einen Ausweg zu finden. Dank Alex Kombizange konnten Absperrungen gelöst werden und mit aller Kraft fanden 44 Räder den Weg über das Unüberwindbare. Im Hamm folgte kurz darauf die erste Shopping Möglichkeit. Von dort aus ging es dann weiter zu unserer Unterkunft nach Lippstadt. Insgesamt legten wir am 4. Tag  67 km zurück. Dies war die erste Nacht, in der manche Kinder auch draußen unterm Sternenhimmel schliefen.

Tag 5: von Lippstadt nach Berleburg

Wir hatten viel vor uns. Es war die erste Etappe durch den Teutoburger Wald, mit vielen steilen Bergen, die uns bis auf knapp 400 Höhenmeter führten. Dank einer ausreichenden Döner-Stärkung in Bad Lippspringe, gelang uns aber auch diese Herausforderung. Als alle glücklich und erschöpft  in Berlebeck ankamen, blieb uns das Zelte aufbauen erspart. Wir durften im Jugendzentrum der Gemeinde übernachten. Um 00:00 Uhr wurde noch schnell dem Geburtstagskind Jos gratuliert und dann gingen alle erschöpft schlafen.

Tag 6: von Berleburg nach Minden

Der Tag startete mit einem Besuch in der Adlerwarte. Eine sehenswerte Show. Danach machten wir uns auf den Weg nach Minden. Es war die zweite Etappe durch den Teutoburger Wald. Minden war 70 km entfernt und nach diesem noch anstrengenderen Tag freuten wir uns als wir auf unserem Platz, direkt an der Weser.  Nach selbst gemachtem Burger und abendlichen Schwimmen in der Weser freuten uns auf den morgigen Ruhetag!

Tag 7: Pause in Minden

Ausschlafen, lange Frühstücken, Shoppen in Minden, Gulasch kochen und spielen, spielen, spielen.

Tag 8: von Minden nach Schweringen

Wir nutzen unsere neugewonnene Power aus dem Ruhetag und setzen uns ein hohes Tagesziel. Ganze 82 km. Dank der mittlerweile toll eingefahrenen Gruppe, war das aber kein großes Problem.

Tag 9: von Schweringen nach Lilienthal

Wir sind gut losgekommen. Ein Zwischenstopp in Bremen stand an und alle Kinder konnten des Glückes wegen, die Pfoten der Bremer Stadtmusikanten streicheln. Dann bestand auch noch die Möglichkeit bei McDonalds essen zu gehen. An diesem Tag fuhren wir circa 70km und kamen an einem super schönen Sportplatz mit einer toller Begrüßung an.

Tag 10: von Lilienthal nach Bad Bederkesa

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir schnell in den Tag. Begleitet wurden wir am Anfang von unserem Platzwart, damit wir schnell auf den richtigen Weg Richtung Bad Bederkesa kamen.
Während wir gemütlich fuhren und uns nicht von unseren alltäglichen Fahrradpannen aus der Ruhe bringen ließen, schafften es die Betreuer, die den Bulli an diesem Tag fuhren, ihn in der Wiese unseres Zielortes fest zu fahren. Alex wird es schon richten.
Das Quartier in Bad Bederkesa war ein Traum. Zwischen Natursee und Kanal gab es Schwimm-Möglichkeiten, Kanurutschen und wieder eine Gelegenheit draußen zu schlafen.

Tag 11: von Bad Bederkesa nach Cuxhaven

Dieser Tag begann mit einer zwiegespaltener Stimmung, da uns einerseits bewusst wurde, dass dies unser letzter Tag auf den Fahrrädern war. Dennoch freuten wir uns schon sehr auf Helgoland und die Düne.
Da wir heute nur noch eine kurze Etappe von 30 km vor uns hatten, gingen wir den Morgen in Ruhe an und machten uns dann auf den Weg nach Cuxhaven. Die letzten Kilometer bis zur Turnhalle, unsere letzte Unterkunft auf dem Festland, schaffen wir im Handumdrehen. Dort angekommen warteten auch schon zwei nette Väter, um unsere Fahrräder wieder zurück nach Kevelaer zu bringen.
Nachdem wir ein paar Tränen verdrückten, während wir unsere gut gedienten Fahrräder verabschiedeten, machten wir uns auf den Weg zum Strand und besprachen in einer Blitzrunde den nächsten Tag.

Tag 12: von Cuxhaven nach Helgoland

Da die Fähre früh abfuhr und wir noch einiges vorhatten, hieß es für uns 06:00 Uhr aufstehen. Frühstücken, Bulli packen und ab Richtung Hafen. Vor Helgoland angekommen, wurden wir auf ein kleines Börteboot verschifft, das uns zur Düne neben Helgoland brachte. Dort angekommen nahmen wir unser Quartier für die nächsten vier Tage in Augenschein. Große Begeisterung machte sich breit.

Helgoland

Da wir nun alles ganz entspannt angehen konnten, schliefen wir erstmals richtig lange aus. Beim Frühstücken wurde natürlich erst mal das Geburtstagskind Florian gefeiert. Nachdem wir gut gestärkt waren, verbrachten wir den ganzen Tag gemütlich am Meer. Ein kleiner Teil der Gruppe fuhr mit der Fähre nach Helgoland, um fürs Abendessen einzukaufen.

Helgoland erkunden, Robben anschauen, Pizza essen, Geocachen, schwimmen, tauchen, Muscheln sammeln. Heute war für alles Zeit da.

Wie auch schon die Tage zuvor ließen wir es am Morgen sehr ruhig angehen. Die einen fuhren ein weiteres mal zum Shoppen nach Helgoland, während die anderen am Strand chillen. Der letzte Abend rückte immer näher und somit auch unser Superblitz. Dort entschieden wir gemeinsam, dass es nächstes Jahr nach Fehmarn gehen soll.

Tag 16: von Helgoland nach Kevelaer

Da wir erst um 16:00 Uhr die Fähre zurück nach Cuxhaven nehmen mussten, konnten wir noch in Ruhe unser Gepäck packen und uns von der Insel verabschieden.
Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto machten wir uns auf den Weg zur Fähre.
In Cuxhaven wartete schon unser Bus, der uns zurück nach Kevelaer brachte. Durch die vielen neuen tollen Erlebnisse und Eindrücke der letzten Tage, schliefen die meisten Kinder und Betreuer bald ein. Das verkürzte uns die lange Fahrt.
Die Freude war dennoch groß als wir in Kevelaer ankamen und die Familien auf uns warteten. Da es schon 02:00 Uhr Nachts war, verabschiedeten sich noch alle schnell voneinander und freuten sich schon auf die gemütlichen Betten.